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Münchens OB pocht auf Aufklärung des Oktoberfestattentats

München (dpa/lby) – Zum 37. Jahrestag des rechtsextremen Oktoberfestattentats hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf weitere Aufklärung in dem Fall gepocht. «Die juristische Aufarbeitung muss weitergehen. Allein schon aus Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen», sagte Reiter am Dienstag. Sie hätten einen Anspruch darauf, dass alles Menschenmögliche dafür getan werde, dass der Grund für ihr Schicksal nicht im Dunkeln bleibe.

Das Oktoberfestattentat am 26. September 1980 war der blutigste rechtsradikale Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. 12 Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt. Auch Bombenleger Gundolf Köhler kam ums Leben. Der Geologie-Student war ein früherer Anhänger der dann verbotenen rechtsextremistischen «Wehrsportgruppe Hoffmann». Er hatte den Sprengsatz nach einer verpatzten Prüfung am Wiesn-Eingang deponiert.

Angehörige, Opfervertreter, aber auch Politiker verschiedener Parteien hatten stets bezweifelt, dass Köhler ein Einzeltäter war und die Tat aus rein privaten Motiven beging. Ende 2014 hatte die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen wieder aufgenommen.