Nach Abschiebung: Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen Regierung von Oberfranken

Nach der Abschiebung des 13-jährigen Mädchens und seiner Mutter aus Kulmbach nach Aserbaidschan erhebt die Mutter schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Oberfranken. Gegenüber Radio Plassenburg beschreibt Naile Guliyeva die Vorgehensweise der Behörde und der Polizei mitten in der Nacht und bezeichnet sie als, so wörtlich, unmenschlich. Man sei um 3 Uhr nachts einfach in die Wohnung eingedrungen und habe sie und ihre Tochter aufgefordert, mitzukommen. Von ihrem Sohn habe sich die Mutter nicht einmal mehr verabschieden, geschweige denn ihn sehen dürfen. Naile Guliyeva kritisiert nicht die Abschiebung an sich, sondern, dass sie von ihrem Sohn getrennt wurde, sagt sie.
Die Abschiebung der „halben“ Familie nach Aserbaidschan hatte Anfang der Woche in Kulmbach für Aufsehen gesorgt. Die Mutter und die Tochter mussten gehen, der getrennt lebende Vater und der 7-jährige Sohn durften vorerst bleiben.