© Nicolas Armer

Nach Busunglück wird Asphalt auf A9 erneuert

Münchberg (dpa/lby) – Nach dem ersten Schock geht es nun an die Aufarbeitung des verheerenden Busunglücks mit 18 Toten auf der Autobahn 9 in Oberfranken. Eine Andacht für die Opfer und ein Gottesdienst für die Helfer sind ebenso geplant wie Reparaturarbeiten an der Autobahn selbst. Dort soll der kaputte Asphalt erneuert werden. Die Autobahndirektion Nordbayern plant die Arbeiten nahe Münchberg (Landkreis Hof) von Montag (10. Juli) an – also genau eine Woche nach dem Brand des Reisebusses aus Sachsen.

Bei der Polizei laufen derweil die Ermittlungen zur Unfallursache weiter. Auch die Identifizierung der Todesopfer sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher am Freitag.

Bei dem Unfall war der Reisebus in einen Lkw-Anhänger gekracht und hatte Feuer gefangen. 30 Reisende konnten sich retten, 18 verbrannten in dem Bus, der sie eigentlich an den Gardasee hätte bringen sollen. Die Touristen stammten aus Sachsen und aus Brandenburg. An die Todesopfer soll an diesem Samstag eine Andacht in Dresden erinnern. In Bayern ist für diesen Tag Trauerbeflaggung angeordnet worden.

Für die Einsatzkräfte gibt es am 19. Juli einen ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche von Münchberg. «Der Gottesdienst soll helfen, das Geschehene aufzuarbeiten. Wir bieten seelsorgerische Hilfe an», erläuterte der evangelische Dekan von Münchberg, Erwin Lechner. «Das berührt die Menschen. Das sind Bilder, die sich einbrennen», sagte er über die Stimmung unter den Rettungskräften. Zahlreiche Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk waren an der Unfallstelle im Einsatz.

Dort wird ab Montagnachmittag zunächst der rechte Fahrstreifen gesperrt, in den Abendstunden kommt dann ein zweiter Fahrstreifen dazu, wie die Autobahndirektion Nordbayern mitteilte. Um den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, soll ein Hauptteil der Arbeiten in der Nacht zum Dienstag erledigt werden. Die starke Hitze durch die Flammen, aber auch ausgelaufenes Öl hatten die Fahrbahn auf einer Länge von etwa 250 Metern beschädigt. Derzeit sind auf dem Streckenabschnitt wegen der kaputten Fahrbahn nur 80 Stundenkilometer erlaubt.