Nazis in Nankenkdorf?:Die Polizei hat schon mal nachgehakt

In der Fränkischen Schweiz soll ein Traditionsgasthof an einen hochrangigen NDP- Politiker verkauft werden. Der sagt zwar, er wolle dort nur Bier brauen, aber auch die oberfränkische Polizei ist hellhörig geworden und hat beim Bürgermeister nachgefragt, nach dem Stand der Verkaufsverhandlungen.

Immerhin, seit Jahrzehnten kämpfen die Oberfranken gegen rechte Aufzüge oder auch nur Nazi-Hotspot in der Region. Wunsiedel hat es intelligent und kreativ geschafft, die Hess-Gedenk-Märsche aus der Stadt zu bannen, in Oberprex im Landkreis Hof hat eine rechte Gruppierung ein Haus gekauft – dort gibt es immer wieder Polizeiermittlungen und Versammlungen. In Warmensteinach hat die Gemeinde den Verkauf eines Lokals mit Saal in letzter Minuten verhindern können.

In Nankendorf befürchten nicht nur Nachbarn der Traditions-Gaststätte Polsterbräu, dass ihr Ort einen braunen Anstrich bekommt. Gastwirt und Bierbrauer Georg Schroll:

Ob sich die Nazis wirklich in Nankendorf niederlassen, bleibt abzuwarten. Die Polsterbräu im Ort steht schon lange leer. Verkauft sein soll sie aktuell noch nicht, der Baden Württemberger NPD-Chef Novak ist bisher nur Interessent, heißt es.