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Neuer Glanz für Nürnberger Rauschgoldengel

Nürnberg (dpa/lby) – Sie weisen den Weg zum berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt – und erstrahlen in diesem Jahr in neuem Glanz: Nach rund sechs Monaten Restaurierung schweben seit Mittwoch die drei lebensgroßen Rauschgoldengel vor den Zugängen zum berühmten Markt. Die aus Metall und Holz bestehenden Figuren namens Bärbel, Rosa und Kunigunde waren in den frühen 1960er Jahren nach Vorlagen der Nürnberger Designerin Bertel Kuch angefertigt worden.

Ende 2016 zeigte sich aber, dass die Engel nicht nur optisch in die Jahre gekommen waren, sondern auch baulich. Eine erneute Installation der bis zu 60 Kilogramm schweren Figuren war aus Sicherheitsgründen nicht länger zu gewährleisten, zumal sie in der gesamten Adventszeit Wind und Wetter ausgesetzt sind. Daher mussten die Engel dringend restauriert werden. Beauftragt wurde damit Peter Sußner aus Monschau in der Eifel.

Die Restaurierung kostete etwas mehr als 20 000 Euro. Für eines der Wahrzeichen des Christkindlesmarktes sei das gut angelegtes Geld, findet die Leiterin des örtlichen Marktamts, Christine Beeck. Die Rauschgoldengel spielen eine bedeutende Rolle im Weihnachtsbrauchtum in Nürnberg: Auf dem Christkindlesmarkt werden sie in verschiedenen Formen und Größen verkauft. Am Anfang bestanden die Engel aus dem sogenannten Rauschgold oder Rauschelgold – hauchdünnen Messingfolien. Heute werden sie vor allem aus Aluminiumfolien gefertigt.