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Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet

Nürnberg (dpa/lby) – Das Nürnberger Christkind hat vor mehreren Tausend Besuchern den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt eröffnet. Von der beleuchteten Empore der Frauenkirche aus sprach die 17-jährige Rebecca Ammon am Freitagabend den feierlichen Prolog und läutete damit den Beginn der Vorweihnachtszeit ein. Alt und Jung hieß das Christkind im Engelsgewand mit goldenen Flügeln im «Städtlein aus Holz und Tuch» willkommen. Bis Heiligabend rechnet die Stadt mit mindestens zwei Millionen Besucher aus aller Welt.

Wegen anhaltender Terrorbedrohung hat die Polizei erstmals rund um den Christkindlesmarkt mobile Metallstelen aufgestellt. Diese sollen die Durchfahrten zum Markt versperren und so Terroranschläge wie auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr verhindern.

An einigen Stellen blockieren zudem quergestellte Polizeifahrzeuge die Zufahrt. Die Präsenz von uniformierten und zivilen Einsatzkräften am Christkindlesmarkt sei zudem deutlich verstärkt worden, teilte die Polizei mit. Stichprobenartig müsse außerdem mit Taschenkontrollen gerechnet werden. Erkenntnisse über eine konkrete Gefährdungslage lägen aber nicht vor. Das große Polizeiaufgebot solle auch das «subjektive Sicherheitsgefühl» stärken.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt gehört zu den ältesten Weihnachtsmärkten in Deutschland und wurde als «Kindles-Marck» erstmals 1628 schriftlich erwähnt. Die Stadt schreibt die Tradition und eine gediegene Stimmung groß, Dauerbeschallung mit Musik ist im «Städtlein aus Holz und Tuch» tabu. An 185 Buden locken unter anderem Lebkuchen, Glühwein, Weihnachtsschmuck und Spielwaren zum Kauf.