Oberfranken sterben früher: Studie besagt, in Ballungsräumen gibt’s mehr Gesundheitsvorsorge

Die Frage, ob wir hier in Oberfranken ein schönes Leben führen, muss jeder für sich selbst beantworten. Fakt ist aber: Das Leben der Menschen in Oberfranken ist statistisch gesehen kürzer als in anderen Teilen Bayerns. Das hat eine Studie der Hochschule München ergeben.

Wenn im Osten Oberfrankens ein Mädchen neu geboren wird, dann wird es im Schnitt 81,8 Jahre alt und stirbt damit fast zwei Jahre früher als neugeborene Mädchen im bayerischen Durchschnitt. Ganz ähnlich sieht’s bei Jungs aus – die werden in der Region im Schnitt zwischen 76 und 77 Jahre alt. Der bayerische Durchschnitt liegt bei fast 79.

Am längsten leben die Menschen im Schnitt in München. In Auftrag gegeben hat die Studie die Landtags-SPD um die Auswirkungen unterschiedlicher Lebensverhältnisse in Bayern aufzuzeigen. Ärmere Menschen und Menschen im ländlichen Raum hätten weniger Zugang zu Gesundheitsangeboten. Die SPD fordert: Vor allem die Prävention müsse Menschen überall und durch alle Schichten erreichen und müsse deshalb ausgebaut werden.