© Nicolas Armer

Olchingerin klagt gegen Bestimmung für Urnen

München/Olching (dpa) – Wie lange müssen Urnen mindestens auf dem Friedhof ruhen? Mit dieser Frage befasst sich heute der Bayerische Verwaltungsgerichtshof. Eine Frau aus Olching hat geklagt, weil in der Kleinstadt westlich von München nur eine Ruhefrist von zwei Jahren gilt. Die Klägerin hält das für zu kurz und sieht einen Verstoß gegen die postmortale Menschenwürde. Aschereste hätten den gleichen Anspruch auf pietätvolle Behandlung und Wahrung der Totenruhe wie erdbestattete Verstorbene, für die nach der Satzung eine Ruhefrist von zwölf Jahren gelte. Die Ruhezeit für Urnen von nur zwei Jahren bedeute daher auch eine Störung der Totenruhe. In dem Normenkontrollverfahren muss das Gericht nun die entsprechende Vorschrift in der Friedhofssatzung der Stadt Olching prüfen.