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Filmfest startet mit Regiedebüt von Oscar-Gewinnerin

Nürnberg (dpa/lby) – Oscarpreisträgerin Vanessa Redgrave hat am Mittwochabend die zehnte Ausgabe des Internationalen Nürnberger Filmfestivals der Menschenrechte eröffnet. Mit der ersten Regiearbeit «Sea Sorrow» der 80 Jahre alten britischen Schauspielerin stand erneut das Schicksal von Geflüchteten im Mittelpunkt. In der Film-Collage verbindet Redgrave ihre eigene Fluchtgeschichte mit der Situation von Flüchtlingen heute. Redgrave war als Kind wegen der deutschen Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg von London aus aufs Land geschickt worden.

Das Menschenrechtsfilmfest ist nach Veranstalterangaben das größte seiner Art in Deutschland. Bis zum 4. Oktober werden rund 60 Filme aus 42 Ländern gezeigt. Erstmals vergibt dabei das Netzwerk Anhar, ein Zusammenschluss von arabischen Menschenrechtsfilmfestivals, einen eigenen Preis. Mit dem «Anhar Award» soll am 3. Oktober der beste arabische Menschenrechtsfilm ausgezeichnet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Thema Zensur und Film. Zum Festival kommen betroffene Film- und Festivalmacher aus Indien, Malaysia und der Türkei.