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Osram-Management pessimistischer für Beleuchtungs-Sparte

München (dpa) – Der Lichtkonzern Osram verzeichnet insgesamt eine gute Entwicklung, leidet in seinem Geschäft mit Lichtlösungen und Systemen (LSS) jedoch weiter unter einem schwachen Nordamerikageschäft. Insbesondere im US-Baugewerbe sei die Lage problematisch, weil Großprojekte immer wieder verschoben würden, sagte Vorstandsvorsitzender Olaf Berlien am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Das Ende Juni beendete dritte Geschäftsquartal sei in dieser Sparte schwächer verlaufen als erwartet. In dem LSS-Bereich bündelt Osram sein Geschäft mit Innen- und Außenbeleuchtung etwa bei Gebäuden und Straßen.

Abseits des LSS-Geschäfts lief es jedoch rund für Osram. Der MDax-Konzern konnte Umsatz und Ergebnis steigern. Dabei profitierte Osram von einer guten Nachfrage aus der Automobilbranche und nach LED-Halbleitern. Das um verschiedene Faktoren bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte um 2,9 Prozent auf 174 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Osram hingegen mit 64 Millionen Euro fast 18 Prozent weniger. Die Zahlen beziehen sich auf das fortgeführte Geschäft nach dem Verkauf der Lampensparte. Die Zahlen hatte Osram bereits am Mittwochabend vorgelegt.

Finanzvorstand Ingo Bank sagte, für den Rest des Geschäftsjahres erwarte er keine Belebung im LSS-Geschäft. Der Bereich werde im laufenden Geschäftsjahr nicht wie geplant die Gewinnschwelle erreichen. Ursprünglich hatte Osram für die Sparte in diesem Jahr schwarze Zahlen prognostiziert. Im dritten Quartal verzeichnete LSS einen operativen Verlust (Ebitda) von 4 Millionen Euro.

Das Unternehmen bestätigte seinen Ausblick bis zum Ende des Geschäftsjahres. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, rechnet Osram mit einem Umsatzwachstum von 7 bis 9 Prozent. Die Aktie schwankte am Donnerstagvormittag stark zwischen Gewinn und Verlust, lag zuletzt jedoch mit knapp zwei Prozent im Plus.