Politischer Aschermittwoch: Kulmbacher Parteien spiegeln Stimmungslage wider

Der politische Aschermittwoch im Kulmbacher Land war in großen Teilen vorhersehbar gestern. Klar, dass der Kulmbacher Oberbürgermeister Schramm den Uni-Campus, der in die Bierstadt kommt, auf seine Erfolgsliste gesetzt hat, noch vor das grüne Zentrum, und die neue Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit, KBLV, die schon da ist.
Der Sprecher der oberfränkischen Sozialdemokraten, Klaus Adelt, hat im Kulmbacher Gründla eher versucht, bisschen von den Turbulenzen in seiner Partei abzulenken. Die SPD hole wieder mal die Kohlen für andere aus dem Feuer. Gleichzeitige zeichnete er aber auch die Gefühlsachterbahn nach, die die Genossen seit der Bundestagswahl hinter sich haben.
Bei den Liberalen und den Freien Wählern gab’s laut Bayerische Rundschau eine Überraschung. Thomas Nagel und Markus Weigel wollten ein gemeinsames Heringsessen im Musikerheim in Untersteinach veranstalten. Letztendlich servierte die FDP im Nebenzimmer zum Fisch markige Sprüche und einige Attacken auf die SPD. Die Freien Wählen blieben ohne Polit-Verbal-Schmankerln, denn die beiden angekündigten Gastredner waren nicht gekommen, FW-Landtagskandidat Rainer Ludwig und Bezirkstagskandidat Klaus Förster – der wusste gar nicht, dass er reden sollte, sei zeitgleich bei den Freien Wählern in Thurnau gewesen, heißt es.