Protest gegen Abschiebungen: Widerstand in Lichtenfels,Kulmbach und Bayreuth

Eigentlich sollte ein junger Afghane, der in Lichtenfels eine Ausbildung macht, am Mittwoch abgeschoben werden. Dazu kam es aber nicht, weil der junge Mann in seiner Flüchtlingsunterkunft nicht angetroffen wurde, das hat der Bayerische Flüchtlingsrat mitgeteilt hat. Dann wurde er im Lichtenfelser Landratsamt aufgegriffen und sitzt nun in Untersuchungs-Haft.

Kritik an der geplanten Abschiebung gibt es unter anderem vom Bayerischen Elternverband. Es habe geheißen, dass aus Schule oder Ausbildung nur noch in extremen Ausnahmefällen abgeschoben werden soll, so der Elternverbands-Vorsitzende. Wieso bei dem Lichtenfelser Auszubildenden ein Ausnahmefall vorliege, sei unklar.
Auch in Bayreuth und Kulmbach gibt es Proteste gegen die Abschiebung junger integrierter Menschen. In Bayreuth ein gut integrierter Afghane, in Kulmbach ein 13-jährige Schulmädchen mit ihrer Mutter. Hier hat ein Aktionsbündnis inzwischen einen Anwalt eingeschaltet.