Prozess wegen Partydroge: Verfahren um Tod bei einer Party in Bamberg wird ab heute neu aufgerollte

Der Tod eines Partygastes durch K.o.-Tropfen wird ab heute vor dem Bamberger Landgericht neu aufgerollt. Wenige Tage vor Weihnachten 2014 hatte ein damals 23-jähriger junger Mann auf eine Party hoch dosiertes, flüssiges Ecstasy mitgebracht. Die Plastikflasche soll der Angeklagte auf einem Wohnzimmertisch abgestellt und auch vor deren Inhalt gewarnt haben. Zwei Männer – 24 und 27 Jahre alt – tranken aus der Flasche und wurden bewusstlos, einer von ihnen starb.

Der 23-Jährige, der die Flasche mitgebracht hatte, ist wegen fahrlässiger Tötung zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil aufgehoben, mit der Begründung, das Gericht habe eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge nicht ausreichend geprüft. Dafür steht eine höhere Gefängnisstrafe an – 3 bis 15 Jahre.