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Tod durch K.o.-Tropfen: Vier Jahre Haft für 26-Jährigen

Bamberg (dpa/lby) – Im Prozess um den Tod eines Partygastes durch K.o.-Tropfen ist das Urteil gefallen: Das Landgericht Bamberg hat den Angeklagten wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge am Dienstag zu vier Jahren Haft verurteilt. Außerdem wird ein stationärer Drogenentzug angeordnet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 26-Jährige im Dezember 2014 flüssiges Ecstasy auf eine Party mitgebracht hatte. Zwei Gäste tranken davon – einer starb, einer konnte gerettet werden. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten vier Jahre und drei Monate Haft beantragt, die Verteidigung hatte auf drei Jahre und sechs Monate plädiert.

Der Verteidiger hatte vor der Urteilsverkündung eine Erklärung seines Mandanten vorgelesen, in der dieser zugab, eine Plastikflasche mit der gefährlichen Substanz zu der Party mitgebracht zu haben. Auch er selbst habe die Droge genommen.