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Rettung für Flussmuscheln: Schutzprojekt wird ausgezeichnet

Dresden (dpa/sn) – Ist die Flussperlmuschel noch zu retten? Mit dieser Frage beschäftigen sich Wissenschaftler in Sachsen und Bayern in einem Verbundprojekt, das die Technische Universität (TU) Dresden koordiniert. Das Artenschutzvorhaben wird heute in Dresden als Projekt innerhalb der UN-Dekade der biologischen Vielfalt ausgezeichnet. Es soll dazu beitragen, dass sich die Muschelbestände in den beiden Freistaaten erholen können.

Die Flussperlmuschel, die einst als Perlmutt-Lieferant begehrt war, sei inzwischen vom Aussterben bedroht, teilte die TU Dresden mit. Eine zweite Süßwassermuschelart, die Malermuschel, gelte als stark gefährdet. Die Ursachen seien überwiegend menschengemacht: Pestizide und Düngemittelrückstände in Flüssen sowie begradigte Gewässer. Muschelschutz sei daher eine sehr komplexe Herausforderung.