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Rhön-Klinikum wächst: Aber Gewinnrückgang

Bad Neustadt/Saale (dpa/lby) – Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum bleibt nach dem Konzernumbau auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr 2017 hat das Unternehmen ein Patienten-Plus und Einnahmen von 598,4 Millionen Euro verzeichnet. Das sind 7,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bad Neustadt an der Saale mitteilte.

Dennoch sank der Gewinn deutlich: Unter dem Strich stand ein Plus von 16,9 Millionen Euro. Ende Juni 2016 waren es noch fast 70 Millionen Euro. Der Großteil dieses Gewinnes kam aus dem Verkauf einiger Kliniken. Zudem belasteten 2017 einmalige Zahlungen wegen personeller Veränderungen im Vorstand die Bilanz. Negativ wirken sich den Angaben zufolge auch geringere Vergütungen der Krankenkassen sowie der Konzernumbau aus.

Rhön-Klinikum will medizinische Prozesse stärker digitalisieren und bis Ende 2018 ein neuartiges Campus-Konzept auf die Beine stellen. An den fünf Standorten des Konzerns in elf Kliniken wurden fast 423 000 Patienten behandelt. Im ersten Halbjahr 2016 waren es gut 8550 Patienten weniger.