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Schick: Karfreitag ist Ablehnung jeglichen Tötens

Bamberg (dpa/lby) – Der Karfreitag ist nach den Worten des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick eine Generalabsage an jegliches Töten von Menschen. Dabei schloss er Krieg und Terror, aber auch Mord und Todesstrafe, Abtreibung und Sterbehilfe ein. Auch wer aus vermeintlich guter Absicht töte, mache das Töten hoffähig und schade damit der Gesellschaft, weil das die Achtung vor der Unantastbarkeit des Lebens untergrabe, mahnte Schick in seiner Karfreitagspredigt und sagte: «Töten für Gott ist Perversion Gottes.»

In seiner Predigt sprach sich der Erzbischof weiter dafür aus, den Karfreitag als stillen Feiertag zu erhalten, an dem des Leidens und Sterbens Jesu gedacht wird. Die Forderung, den Karfreitag als Erholungstag, für Tanzveranstaltungen und andere öffentliche Vergnügungen freizugeben, sei ein Zeichen dafür, dass Religion immer mehr zur Privatsache werden oder ganz verschwinden solle.