© Fredrik von Erichsen

Schwesta-Ewa-Prozess: Freiwilliger Sex

Frankfurt/Main (dpa/lhe) – Im Prozess gegen die Rapperin Schwesta Ewa haben vier Zeuginnen vor dem Landgericht Frankfurt bestritten, von der Angeklagten zur Prostitution gezwungen worden zu sein. «Ich habe freiwillig Sex gemacht», sagte eine 18-Jährige aus Bayern am Montag. Der Kontakt zu der Rapperin sei über die Internet-Plattform Facebook entstanden, sie habe die Angeklagte ausdrücklich um eine Unterweisung im Rotlicht-Gewerbe gebeten.

Eine 21-jährige brach die Zeugenvernehmung vor der Wirtschaftsstrafkammer nach 45 Minuten ab, weil sie ihre «Freundin nicht verraten» wolle. Das Gericht reagierte mit einem Ordnungsgeld von 300 Euro.

Allerdings berichteten die vier Frauen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren, dass die als impulsiv bekannte Schwesta Ewa bereits bei Kleinigkeiten mit Ohrfeigen und Tritten reagiert habe – etwa, wenn eine Waschmaschine falsch befüllt worden sei.

In dem Verfahren geht es neben Zuhälterei, Menschenhandel und Körperverletzung auch um den Vorwurf der Steuerhinterziehung. Der Prozess soll am morgigen Dienstag (13. Juni) fortgesetzt werden.