© Sven Hoppe

Seehofer lobt Sternsinger: wohl letztmals im aktuellen Amt

München (dpa/lby) – «20*C+M+B*18»: Wohl zum letzten Mal in seinem Amt als bayerischer Ministerpräsident hat Horst Seehofer Sternsinger in der Staatskanzlei empfangen dürfen. «Ihr tut Gutes zur Linderung der Not und der Kinderarbeit», sagte der CSU-Chef am Freitag zu den 16 Mädchen und Jungen aus dem Bistum Augsburg. Nachdem der 68-Jährige angekündigt hat, im ersten Quartal 2018 seinen Regierungsposten an Markus Söder (CSU) übergeben zu wollen, dürfte dieser im kommenden Jahr Gastgeber der Sternsinger sein.

Die vier Sternsingergruppen stammten aus den Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Landsberg, St. Johannes Baptist in Pfaffenhofen, St. Jakobus in Friedberg sowie St. Jakobus in Biberbach. Traditionell bringen Sternsinger Segenswünsche von Haustür zu Haustür und hinterlassen ihren Spruch mit Kreide an den Haustüren. Seit zehn Jahren haben sie dabei auch in der Staatskanzlei Station gemacht und über einer Tür an einer eigens präparierten Stelle in der sogenannten Zirbelstube neben Seehofers Büro den Segensspruch hinterlassen.

Die drei Buchstaben stehen für den lateinischen Segensspruch «Christus mansionem benedicat». Übersetzt bedeutet das: «Christus segne dieses Haus».

Die Sternsingeraktion ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Sie steht in diesem Jahr unter dem Leitwort «Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit». Damit wollen die Sternsinger den Blick auf etwa 168 Millionen arbeitende Kinder in der Welt richten, die wegen ihrer Armut meist unter ausbeuterischen Bedingungen einen Beitrag zum Familienunterhalt leisten müssen.