© Angelika Warmuth

Seilbahn der Superlative zur Zugspitze eingeweiht

Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) – Drei Jahre Planung und weitere drei Jahre Bauzeit sind vorbei – die neue Seilbahn der Superlative auf Deutschlands höchsten Berg hat den Betrieb aufgenommen. Gegen 11.30 Uhr startete am Donnerstag die bodentief verglaste Kabine von der Talstation in Grainau. Sie brachte die Festgäste bei der ersten offiziellen Fahrt zum Gipfel der 2962 Meter hohen Zugspitze. Zuvor hatte es den kirchlichen Segen durch Münchens Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler gegeben.

Für die Staatsregierung nahmen Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner, Innenminister Joachim Herrmann und Umweltministerin Ulrike Scharf (alle CSU) an der Eröffnung teil. Aigner sprach von einer architektonischen und ingenieurmäßigen Glanzleistung, die Seilbahn der Superlative pünktlich fertiggestellt zu haben.

Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (SPD) als Aufsichtsratschefin der Zugspitzbahn AG sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die auf 50 Millionen Euro veranschlagten Baukosten um lediglich rund fünf Prozent überschritten worden seien. Kein Cent Steuergeld sei in den Bau geflossen.

Die neue Seilbahn wartet mit drei Weltrekorden auf. Mit 3213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation ist die zu überwindende Entfernung so groß wie bei keiner anderen Seilbahn. Einzigartig ist auch der Höhenunterschied von 1945 Metern zwischen Tal- und Bergstation. Und keine andere Pendelbahn der Welt hat mit 127 Metern eine derart hohe Stahlbaustütze. Die neue Seilbahn löst auf fast derselben Trasse die 1963 eröffnete Eibsee-Seilbahn ab. Während die im Frühjahr stillgelegte alte Bahn maximal 240 Gäste pro Stunde befördern konnte, schafft die neue bis zu 580 Gipfelstürmer.