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SPD fordert 8. November 2018 als gesetzlichen Feiertag

München (dpa/lby) – Der 8. November soll nach Ansicht der Landtag-SPD im kommenden Jahr ein zusätzlicher gesetzlicher Feiertag im Freistaat sein. «Wir sollten das Jahr 2018 nutzen, um an die Heldinnen und Helden der Demokratie in Bayern zu erinnern», sagte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher am Montag in München. Im kommenden Jahr feiert der Freistaat Bayern sein 100-jähriges Bestehen, am 8. November 1918 wurde die Monarchie abgeschafft. «Der 8. November 1918 hat deshalb für den Freistaat Bayern eine Bedeutung, die der des 14. Juli 1789 für Frankreich oder der des 4. Juli 1777 für die USA in nichts nachsteht», heißt es in einem Schreiben Rinderspachers an Ministerpräsident Horst Seehofer.

In dem Brief fordert er den CSU-Regierungschef auf, sich für den Feiertag im kommenden Jahr einzusetzen. Das letzte Wort hat in dieser Frage der Landtag, der mehrheitlich einen Feiertag beschließen kann. «Diese Gelegenheit sollten wir nicht verstreichen lassen», schreibt Rinderspacher. Bis heute gebe es keinen spezifisch bayerischen Feiertag, der das freistaatlich-demokratische Selbstbewusstsein Bayerns in den Mittelpunkt stelle.

«Ich glaube, wir können uns diesen Feiertag auch aus ökonomischer Sicht leisten», betonte Rinderspacher. Generell sei er auch einer dauerhaften Einführung nicht abgeneigt, «das sollte unsere Demokratie uns wert sein». Aktuell gibt es in Bayern zehn landesweite christliche Feiertage sowie den 1. Mai und den 3. Oktober, hinzu kommen Mariä Himmelfahrt und das Augsburger Friedensfest.