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Splashdiving-WM: Turmspringer zeigen schönste «Arschbomben»

Sindelfingen (dpa) – Bei der Splashdiving-Weltmeisterschaft in Sindelfingen (Kreis Böblingen) haben Rainhard Riede aus Bayern und Franziska Fritz aus dem Saarland die besten «Arschbomben» gezeigt. Der 23 Jahre Kaminkehrer Riede aus Waldkraiburg und die 17 Jahre alte Schülerin Fritz aus Dillingen setzten sich gegen die versammelte Konkurrenz durch. Knapp 50 Turmspringer aus sechs Ländern traten an. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit.

Beide Turmspringer sind nach Darstellung der Internetseite splashdiving.com Mitglieder der deutschen Splashdiving-Nationalmannschaft. Sie waren schon 2016 Weltmeister.

Wie der Veranstalter und zugleich Erfinder der Sportart Oliver Schill erläuterte, werden bei den Sprüngen in erster Linie Ausführung und Körperhaltung der Sportler bewertet. Dabei boten die Teilnehmer aus Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, der Schweiz und Tschechien bei bestem Sommerwetter Kunststücke wie Mehrfachsalti dar. Die Sportler sprangen aus fünf und zehn Metern Höhe.

Die englische Wortneuschöpfung kann in etwa mit «platschendes Eintauchen» übersetzt werden. In der Jury saß nach Mitteilung der Organisatoren unter anderem der ehemalige deutsche Kunstspringer Jan Hempel. Die Weltmeisterschaft der Randsportart lockte in den vergangenen Jahren um die 8000 bis 10 000 Zuschauer ins Sindelfinger Schwimmbad. Es gab Einzel-, Synchron- und Teamwettkämpfe. Die Weltmeisterschaft wird seit 2004 ausgetragen.