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Staatliche Spielbanken werden wieder zu Sorgenkindern

München (dpa/lby) – Die staatlichen Spielbanken in Bayern drohen wieder zu großen Sorgenkindern des Freistaats zu werden: Seit einem zwischenzeitlichen Hoch im Jahr 2015 gehen die Bruttospielerträge wieder kontinuierlich zurück – im Jahr 2016 um fast 6 Prozent auf 64,6 Millionen Euro und im ersten Halbjahr 2017 um weitere 4,4 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem neuen Beteiligungsbericht des Freistaats hervor, den das Finanzministerium am Dienstag im Landtag vorlegte.

2016 stand unter dem Strich dennoch ein Plus von knapp 130 000 Euro. Wesentlicher Grund sei die Rückzahlung von Spielbankabgaben in Höhe von 4,7 Millionen Euro für die Jahre 2007 bis 2015 gewesen, und zwar infolge einer geänderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

Die staatlichen Spielbanken haben seit längerem massiv mit der Konkurrenz durch gewerbliche Spielhallen und Glücksspiele im Internet zu kämpfen. Und seit längerem ist es so, dass starke Spielbanken wie Bad Wiessee die schwachen (wie Bad Kötzting und Bad Steben) tragen.