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Standesgemäßer Look fürs neue Christkind

Nürnberg (dpa/lby) – Blonde Kringellocken, eine goldene Krone und natürlich das typische Engelskostüm: Das neue Nürnberger Christkind ist seit Montag standesgemäß eingekleidet. Die 17-jährige Rebecca Ammon geriet beim Blick in den Spiegel ins Schwärmen. «Es ist unbeschreiblich, mich selbst als Christkind zu sehen.» Die Krone zu tragen sei zwar etwas gewöhnungsbedürftig. «Aber das kommt mit der Zeit», sagte Ammon lächelnd.

Ihr Engelskostüm besteht größtenteils aus Brokat, die Flügel an den Ärmeln aus plissiertem Gold-Lamé. Gewandmeisterin Eva Weber vom Nürnberger Staatstheater berichtete, sie und ihr Team hätten etwa eine Woche an einem Kostüm genäht. Für Rebecca gibt es wie für ihre Vorgängerin Barbara Otto gleich zwei neue Gewänder, da die Christkinder zahlreiche Auftritte absolvieren müssen. «Und dabei gibt es immer wieder mal Unfälle – etwa wenn jemand ein Getränk verschüttet, das Christkind selbst kleckert oder jemand aus Versehen am Kostüm zieht», sagte Weber.

Auch bei der Perücke scheute das Team um Chefmaskenbildnerin Helke Hadlich keine Mühen. Sie sei aus indischem Echthaar, besonders weich und bestehe aus 120 000 bis 140 000 Haaren, sagte Hadlich.

In diesem und im nächsten Jahr muss das neue Christkind in der Vorweihnachtszeit rund 340 Termine absolvieren – etwa in Kindergärten, Behinderten- und Seniorenheimen und in Krankenhäusern. Seine erste große Aufgabe steht am 1. Dezember an: Dann eröffnet es den berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt.