Stipendium wird verdoppelt: Wer Landarzt wird, bekommt 600 Euro im Monat zum studieren

Oberfranken braucht neue Ärzte weil der Landarzt zu einer aussterbenden Rasse wird. Der Trend zeichnet sich in ganz Deutschland ab, in Oberfranken ist er prekär. Mehr als die Hälfte aller Ärzte in der Region werden in den nächsten fünf Jahren aufhören, weil sie dann das Rentenalter erreicht haben.

Mit diversen Programmen und Begünstigungen versuchen Bund und Freistaat junge Mediziner in den ländlichen Raum zu bekommen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat jetzt bekannt gegeben, dass zum 1. Februar 2018 das monatliche Stipendium für Medizinstudierende auf 600 Euro verdoppelt wird, die sich für eine Tätigkeit als Landarzt entscheiden.

Das bayerische Gesundheitsministerium hatte im Jahr 2012 ein eigenes Förderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum aufgelegt. Eine der drei Säulen ist das Stipendiatenprogramm. Damit werden Medizinstudierende unterstützt, die sich verpflichten, nach dem Studium ihre Facharztweiterbildung im ländlichen Raum zu absolvieren und danach noch fünf Jahre dort tätig zu sein.