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Stürze und Totalschäden bei Hornschlittenrennen

Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) – Bei strahlendem Sonnenschein haben knapp 5000 Menschen am Dreikönigstag das traditionelle Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen verfolgt. Insgesamt gingen laut Veranstalter 67 Viererbesatzungen bei den Bayerischen Meisterschaften an den Start. 65 Männer- und zwei Frauenteams wagten sich auf die nicht ganz ungefährliche rund einen Kilometer lange Strecke. Die Fahrer erreichten nach Angaben des Hornschlittenvereins Partenkirchen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern, bei einem maximalen Gefälle von 27 Prozent. Mindestens drei Holzschlitten zerbrachen nach Angaben der Veranstalter komplett. Zahlreiche Teams stürzten von ihren Gefährten. Schwer verletzt wurde aber niemand; es blieb bei kleineren Blessuren.

Der Schnee auf der Piste hielt trotz der Sonne bis zu den letzten Fahrern, wie Christian Herzog vom Hornschlittenverein am Samstag der dpa sagte. Ob die Schneebedingungen überhaupt für das Rennen reichen würden, war in den vergangenen Tagen noch unklar. Denn der Regen habe die Strecke in den vergangenen Tagen fast vollständig weggewaschen, so Herzog. Mehr als 50 Lastwagen hatten zusätzlichen Schnee und Eis anliefern müssen.

Stammtisch-Brüder hatten laut dem Veranstalter 1970 die Schlitten aus Schuppen und Heimatmuseen hervorgeholt und bei Fackellicht und Handstoppung das erste Rennen veranstaltet. Inzwischen werde die Rennstrecke präpariert und mit Banden gesichert; die Zeiten werden per Computer auf Tausendstelsekunden ausgewertet. Eine Großbildleinwand ermöglicht Einsicht auf die komplette Rennstrecke. Hornschlitten mit den vorne nach oben gebogenen Kufen dienten früher Bergbauern zum Transport etwa von Heu oder Holz.