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Teetrinken-Ästhetik: Ausstellung zeigt japanische Kunst

Nürnberg (dpa/lby) – Kleidungsstücke, Explosionen und viel Plastikfolie – all das verbinden japanische Künstler erstaunlicherweise mit Tee – in welcher Weise, das präsentiert von diesem Freitag (27. Oktober) an das Neue Museum in Nürnberg. In seiner neuen Ausstellung mit dem etwas irritierenden Titel «Von der Kunst, ein Teehaus zu bauen» dreht sich alles um die japanische Teekultur und welche Bedeutung sie für zeitgenössische japanische Kunst hat.

«Die Teezeremonie ist die Grundlage, wie in Japan an Objekte herangegangen wird», erklärte Kuratorin Eva Kraus. «Jeder Gegenstand hat eine Seele und wird mit einer anderen Hingabe behandelt als hierzulande». Besonders wichtig sei dabei die Leichtigkeit und Unvollkommenheit der Werke, die die Gäste zum Innehalten einladen sollen.

In sieben thematischen Bereichen zeigt die Ausstellung Werke aus Kunst, Architektur, Design und Fotografie, die die japanische Teekultur widerspiegeln. Die 50 Ausstellungsstücke von japanischen Künstlern reichen dabei von Teebehältern, Postern, Kleidungsstücken bis hin zu einer großen Filminstallation. Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet den Besuchern daneben Teezeremonien, Vorträge, einen Film und Workshops an. Die Ausstellung «Von der Kunst, ein Teehaus zu bauen» läuft noch bis zum 18. Februar 2018.