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Theo Waigel: Seehofer lässt sich nicht beeinflussen

München/Brüssel (dpa/lby) – Der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel geht nicht davon aus, dass interne Querelen die Position von Parteichef Horst Seehofer bei den Sondierungen in Berlin schwächen. «Das glaube ich nicht, sondern da ist Horst Seehofer ein erfahrener Fuhrmann, der auch die Bundespolitik gut kennt. Insofern glaube ich nicht, dass er sich von den Dingen, die in München stattfinden, beeinflussen lässt», sagte der frühere Bundesfinanzminister der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Brüssel. Die Junge Union hatte am Wochenende als erste große Parteiorganisation offen den Rückzug von Seehofer gefordert. 

Zum Aufruf nach einer personellen Neuaufstellung wollte sich Waigel nicht äußern. Auf die Frage, was er seiner Partei rate, antwortete der ehemalige CSU-Vorsitzende: «Gelassenheit, Ruhe und Überlegungen, wie die Dinge wirken und in welcher Konstellation man wirklichst bestmöglich abschneiden kann.»