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Unwetter zieht durch Bayern

München (dpa/lby) – Ein Unwetter ist in der Nacht zum Mittwoch über Bayern hinweggefegt. Betroffen war vor allem das südliche Oberbayern; die Polizei musste dort 230 Einsätze fahren. Bäume stürzten auf Straßen, Autos und Häuser. Auf dem Chiemsee gerieten zwei Boote in Seenot. Die Besatzung eines Schlauchboots konnte sich selbst ans Ufer retten. Bei dem zweiten Boot waren Antrieb und Beleuchtung ausgefallen. Die Wasserschutzpolizei rettete die Besatzung, verletzt wurde niemand.

Weniger Glück hatten zwei Männer im Landkreis Traunstein und im Landkreis Weilheim-Schongau. Auf den einen fiel ein Bauzaun, der andere wurde von einem einstürzenden Zelt verletzt. In Germering gab es zeitweise keinen Strom.

Im niederbayerischen Deggendorf wurden rund 100 Jugendliche bei einem mehrtägigen Treffen der Bundespolizei in Sicherheit gebracht. Sie verbrachten die Nacht statt in Zelten in einer Sporthalle.

Auch in Lindau am Bodensee wurde ein Campingplatz geräumt. Dort seien Bäume umgestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Sie fielen auf mehrere geparkte Autos. Verletzt wurde niemand. Wie viele Urlauber sich auf dem Gelände mit etwa 400 Stellplätzen aufhielten, wusste die Polizei nicht. Ein Autofahrer fuhr mit seinem Wagen gegen einen der umgestürzten Bäume.

In Röttenbach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) fing das Dach eines Einfamilienhauses nach einem Blitzeinschlag Feuer. Zum Löschen musste die Feuerwehr den Dachstuhl öffnen. Niemand wurde verletzt; die Polizei schätzt den Sachschaden auf 100 000 Euro.