Urteil im Vanessa-Prozess: Vereine und Verbände sehen Auswirkungen auf ihre Arbeit

Das Urteil des Kulmbacher Amtsgerichts im Vanessa-Prozess vergangene Woche hat eine gewisse Strahlkraft. Auch wenn Richterin Sieglinde Tettmann betont hatte, hier werde im Einzelfall geurteilt, es handle sich nicht um ein Grundsatzurteil haben Vereine und Verbände das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Bademeister und eine Betreuerin sehr aufmerksam verfolgt. Dass es für die Betreuerin einen Schuldspruch gegeben hat beunruhigt viele.

So hat zum Beispiel die Geschwister Gummi Stiftung in Kulmbach bis auf weiteres Schwimmbadbesuche ausgesetzt. Erst müsse das Gerichtsurteil reflektiert werden, so Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch. Ähnlich sieht es der Chef der Wasserwacht im Kreisverband Kulmbach, Lutz Striewskie. Zwar liege der Fall bei der Wasserwacht klarer, die 400 Kursteilnehmer jedes Jahr seien allesamt Nichtschwimmer und die Regelung klar. Trotzdem will auch er die Folgen des Kulmbacher Urteils für seine ehrenamtlichen Helfer reflektieren und vor allem die Dokumentationsweise anpassen damit Betreuer abgesichert sind.