Urteil ist noch nicht rechtskräftig: Rechtsmittel im Fall Vanessa eingelegt

Der Fall Vanessa aus Himmelkron wird noch nicht zu den Akten gelegt. Nach dem Urteilsspruch in Kulmbach haben offenbar die Eltern des bei einem Badeunfall getöteten Mädchens Rechtsmittel eingelegt. Der Pressesprecher des Kulmbacher Amtsgerichts, Dr. Stefan Grawe, hat der Frankenpost bestätigt, dass die Kanzlei, die die Eltern von Vanessa vertritt, das Urteil anficht. Nähere Informationen, wie etwa eine Begründung, gibt es bisher nicht. Möglich wäre auch, dass die Nebenklage vorsorglich Rechtsmittel eingelegt hat, um die Einspruchsfrist nicht verstreichen zu lassen.

Im Prozess um den Badeunfall des achtjährigen Mädchens war der Bademeister des Himmelkroner Freibades freigesprochen worden. Für eine Betreuerin des Himmelkroner Sportvereins hatte es allerdings am Kulmbacher Amtsgericht einen Schuldspruch gegeben. Das Urteil und die Folgerungen daraus werden im Kulmbacher Land bei ehrenamtlichen Betreuern und Organisationen heftig diskutiert. Wegen der Rechtsunsicherheit hat zum Beispiel die Kulmbacher Diakonie vorläufig Schwimmbadbesuche mit Kindergruppen ausgesetzt.