Urteil: vier Jahre Haft für die Angeklagte im Untersteinacher Messerstecher-Prozess

Das Urteil im Untersteinacher Messerstecher-Prozess vor dem Bayreuther Landgericht ist gefallen. Die Verhandlungen waren immer wieder vertagt worden.
Die Angeklagte hat eine Haftstrafe von vier Jahren wegen vorsätzlichen Vollrausches bekommen. Aufgrund ihrer Alkoholerkrankung wird sie die Strafe aber sofort in einer Entziehungsanstalt absitzen. Grundsätzlich ist diese Dauer in so einer Einrichtung auf zwei Jahre befristet. Die Anklage wegen versuchten Mordes wurde erlassen, da die Angeklagte in der Tatnacht einen Alkoholwert von 2,5 Promille hatte und somit nicht schuldfähig war. Für den vorsitzenden Richter Michael Eckstein war entscheidend, dass sie gleich gestanden und die Tat auch bereut hatte. Allerdings habe sie vorsätzlich getrunken und wusste genau, dass sie in so einem Zustand zu Gewalt neigt. Schon früher stand sie wegen Körperverletzung in Verbindung mit Alkohol vor dem Kulmbacher Gericht.