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Uvex profitiert vom Arbeitsschutz

Fürth (dpa) – Der Fürther Hersteller von Schutzhelmen- und Schutzbrillen Uvex profitiert stark von der wachsenden Nachfrage nach Arbeitsschutzausrüstungen profitiert. Mit einem Umsatz von 310 Millionen Euro sei dieser Bereich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8 Prozent gewachsen – und damit so stark wie kein anderer unter dem Uvex-Konzerndach, berichtete das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seiner Unternehmensbilanz für 2016/2017.

Das Unternehmen sei in diesem Bereich über alle Produktgruppen hinweg gewachsen, berichtete der geschäftsführende Gesellschafter der Uvex-Gruppe, Michael Winter. «Im Vereinigten Königreich haben wir allerdings mit den Folgen des Brexits und starken Währungsverlusten zu kämpfen», schränkte Winter ein.

Konzernweit stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7 Prozent auf 426 Millionen Euro. Dabei trug der Sport- und Freizeitbereich mit einem Plus von 4 Prozent bei. Der entsprechende Umsatz lag bei rund 122 Millionen Euro. Vor allem Rad und Reithelme waren zuletzt stark gefragt. «Unsere Strategie, bei Uvex und Alpina stärker auf Sommersportarten wie den Radsport zu setzen, ist aufgegangen,» berichtete Winter. Angaben zum Gewinn machte das Familienunternehmen nicht.

Schwieriger gestaltete sich hingegen das Geschäft mit Wintersport-Produkten, wie Ski-Helmen und Ski-Brillen, räumte Winter ein. Die Marktanteile im Wintersport seien weiterhin hart umkämpft. «Schneearme Winter sind für stagnierende Umsätze verantwortlich», berichtet der Uvex-Chef. Mit stagnierenden Umsätzen kämpft auch der Uvex-Brillenbereich Filtra, dieser sei aber hoffnungsvoll ins neue Geschäftsjahr gestartet. Uvex beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 2600 Mitarbeiter, zwei Drittel davon in Deutschland.