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VdK zweifelt an CSU-Versprechen für barrierefreies Bayern

München (dpa/lby) – Der Sozialverband VdK hat erhebliche Zweifel an der von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) versprochenen Umsetzung für ein barrierefreies Bayern bis 2023. «Wir sind gespannt, wie die Umsetzung in dieser sehr kurzen Zeit noch gelingen soll. Die Uhr tickt, und zwar laut», sagte der Landesgeschäftsführer des VdK-Bayern, Michael Pausder, am Mittwoch in München. Sein Verband werde die CSU bis zur Landtagswahl 2018 immer wieder daran erinnern.

Zwar engagiere sich auch der VdK vor Ort und suche mit Verantwortlichen nach Lösungen, «doch dieses Engagement kann konkretes politisches Handeln der Staatsregierung nicht ersetzen», betonte Pausder. «Es geht ums Geld und eine vernünftige Planung, die Betroffene mit einbezieht. Die Kommunen brauchen viel mehr finanzielle und organisatorische Unterstützung, um Barrierefreiheit zu verwirklichen.»

CSU-Chef Seehofer hatte in einer Regierungserklärung im November 2013 das Ziel vorgegeben: Bayern soll bis 2023 im gesamten öffentlichen Raum und im öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei werden. Bislang sei in der Praxis davon jedoch noch kaum etwas zu sehen oder zu spüren, monieren Kritiker.