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Viele Kinder im Auto nicht angeschnallt

München (dpa/lby) – Viele Eltern nehmen es mit dem Anschnallen ihrer Kinder im Auto nicht so genau. Bei bayernweiten Verkehrskontrollen zum Schuljahresbeginn stellte die Polizei knapp 2000 Regelverstöße fest. Darunter waren 1500 Gurtmuffel und 420 Fälle, in denen Kinder ohne geeigneten Kindersitz im Wagen saßen. «Bei einem Verkehrsunfall hätten in diesen Fällen schlimmste Verletzungen gedroht, selbst bei Tempo 30», mahnte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag.

Er appellierte an alle Eltern: «Legen Sie immer den Sicherheitsgurt an und sichern Sie Ihre Kinder mit geeigneten Kindersitzen, auch auf Kurzstrecken. Gurt und Kindersitze retten vielfach Leben.»

Kontrolliert wurde vor allem im Bereich von Schulen, Kindergärten und häufig genutzten Schulwegen. Laut Herrmann war 2016 in Bayern fast jeder fünfte tödlich verunglückte Autoinsasse nicht angeschnallt; unter den 60 Verkehrstoten seien auch zwei nicht ausreichend gesicherte Kinder gewesen. Der Innen- und Verkehrsminister kündigte für die kommenden Monate weitere Polizeikontrollen im Freistaat an.