© Andreas Gebert

Warnstreiks bei Straßenbahnen und Bussen in München

München (dpa/lby) – Ein Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat den Pendlern am Montagmorgen im Berufsverkehr zu schaffen gemacht. Für mehrere Stunden standen viele Busse und Straßenbahnen in der bayerischen Landeshauptstadt still. Mit der Aktion wollte die Dienstleistungsgesellschaft Verdi nach eigenen Angaben den Druck auf die MVG in den seit Juni laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Zwischen 3.30 und 10.00 Uhr kam es deshalb zu Arbeitsniederlegungen. S- und U-Bahnen sollten regulär fahren. Die MVG riet Fahrgästen, mehr Zeit einzuplanen.

Verdi kritisierte, dass die MVG für mehr Lohn nach wie vor an ihrer Forderung nach längeren Arbeitszeiten festhalte. Die Gewerkschaft lehnt dies ab. Zwar gehe es bei den Verhandlungen speziell um einen neuen Haustarifvertrag für die MVG, sagte Streikleiter Manfred Weidenfelder. Er vermute jedoch, dass auch die Verkehrsbetriebe in anderen Städten genau auf die Verhandlungen schauten, dem Beispiel der MVG folgen und eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche anstreben könnten.