Was wiegt ein Urteil im Vanessa Prozess?: Nebenklage beruhigt Ehrenamtliche

Es waren die Nebenklagevertreter, die vor dem Kulmbacher Amtsgericht im Vanessa-Prozess heute auf die Tragweite eines Kulmbacher Urteils für Freibäder allgemein und für ehrenamtliche Betreuer eingegangen sind.

Die Anwälte der Eltern von Vanessa, die vor vier Jahren bei einem Badeunfall im Himmelkroner Freibad ertrunken ist, machten klar, Betreuer in Schwimmbädern müssten auch dann keine Angst haben, sollten im Vanessa Prozess nächste Woche Schuldsprüche fallen, wie sie es fordern.
Man müsste sich nur an einfach Regeln halten, sagten die Rechtsanwälte. Nämlich Kinder im Schwimmunterricht fragen, ob sie schwimmen könnten, sich von ihnen vorschwimmen lassen, Nichtschwimmer nicht ins tiefe Wasser lassen und auf jeden Fall bei den Kindern bleiben.
Damit verknüpfte die Nebenklage einen Appell an die Gemeinde Himmelkron: aus dem Tod des achtjährigen Mädchens hätte die Gemeinde wenigstens lernen müssen. Sie hätte Helfer, Betreuer und Jugendleiter schulen müssen, um Badeunfälle in Zukunft zu verhindern. Das sei aber nicht passiert.