Weniger Geld für Oberfranken?: IHK fürchtet um Fördergelder aus der EU

Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken schlägt Alarm. Oberfranken könnte bis zu 50 Millionen Euro an Fördergeldern verlieren. Der Hintergrund ist, dass die Europäische Union ihre Förderkulissen neu festlegt und es gibt Anzeichen dafür, dass Oberfranken oder zumindest Teile der Region aus der so genannten Förderkulisse heraus fallen.
Auf der einen Seite, so heißt es von der IHK, müsse die EU sparen um den Brexit finanzieren zu können, auf der anderen Seite hätten sich die Wirtschaftsdaten der Region verbessert. Da werde es schwierig zu argumentieren, dass man Fördergelder brauche, sagte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer aus Kulmbach, Wolfram Brehm, dem Nordbayerischen Kurier. Bayern insgesamt gilt immerhin als wohlhabend, die Fördergelder seien für bedürftige Regionen gedacht.

Eine Möglichkeit, doch Fördergelder für Oberfranken zu erhalten, sieht der IHK-Manager in einer Neu-Definition der Förderkriterien. Bei der Demografie, der Energiewende oder auch der Digitalisierung brauche es dringend einen Anschub.