Wenn vor dem Fenster die Feier tobt: Kulmbacher Altstadtbewohner bitten um kürzere Ausschankzeiten

Wer in der Kulmbacher Oberen Stadt wohnt und morgens wieder raus muss, ist wie gerädert, wenn Altstadtfest oder Bierfest ist. Das sagen die Anwohner. Sie haben laut Bayerische Rundschau gestern dem Oberbürgermeister nicht nur ein Video mit vibrierenden Fensterscheiben gezeigt, sondern eine Unterschriftenliste übergeben. Ihr Ziel: Der Ausschank vor den Lokalen und die Musik sollen früher beendet werden. Die Anwohner bitten die Stadt, die zuletzt verlängerten Ausschankzeiten nicht nur auf den alten Stand, sondern weiter nach unten zu verkürzen.

Wenn es vor den Lokalen um 2 Uhr nachts kein Bier mehr gebe, sei der Lärm ja nicht vorbei, klagen die Anwohner. Dann sind die feiernden Gäste noch da, dann werden auch Stühle und Tische aufgeräumt – alles nicht ohne Lärm. Und nur wenig später kommt schon die Stadtreinigung. Und bei der Bierwoche, die vor der Tür steht, darf an den Wochenenden sogar bis 2 Uhr 30 morgens ausgeschenkt werden

Oberbürgermeister Schramm zeigte Verständnis. Er will die Anliegen der Anwohner im Stadtrat auf die Tagesordnung bringen. Machte aber auch darauf aufmerksam, dass die Stadt attraktiv sein wolle und das Altstadt- und das Bierfest Kulmbachs Aushängeschilder seien.