Zu wenig Engagement: SPD sieht Staatsregierung bei der Elektrifizierung der Bahn in der Pflicht

Auf nicht einmal der Hälfte der Zugstrecken in Bayern fahren Elektroloks – und in Oberfranken schon gleich nicht. Die Landtags-SPD sieht die Staatsregierung in der Pflicht, die müsse handeln. Das Kabinett hat BESS beschlossen, die Bayerische Elektromobilitäts-Strategie Schiene. Allerdings ist der SPD das nicht genug. Bess sei ein großes Wort – und wenig dahinter. Vorrangig darin enthalten ist die Elektrifizierung der Strecke München-Lindau, die schon seit über 40 Jahren geplant ist. Wichtige Strecken wie auch die von Hof nach Regensburg bleiben außen vor. Die Offensive reicht also bei Weitem nicht – selbst wenn sie komplett umgesetzt würde, wären grad mal knapp 60 Prozent der Zugstrecken elektrifiziert, so die Kritik der SPD.

Gerade die Oberfranken dringen darauf,  dass vor allem die beiden Hauptschienenstränge – die Oberfrankenachse und die Franken-Sachsen-Magistrale – durchgehend elektrifiziert werden. Seit einem Jahr gibt es eine Interessengemeinschaft, in der 40  Landräte, Bürgermeister, Politiker und Vertreter aus Oberfranken sich dafür einsetzen.