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Deutscher Zukunftspreis für Münchner Forscher

München/Berlin (dpa/lby) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den neu berufenen Professor der Technischen Universität München (TUM), Sami Haddadin, mit dem Deutschen Zukunftspreis 2017 ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für einen Roboter, den sein Team entwickelt hatte. Steinmeier übergab Haddadin am Mittwochabend in Berlin die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung. Das Konzept «für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter» mache Automaten zu Helfern des Menschen, erläuterte das Bundespräsidialamt.

Der rund 10 000 Euro teure Roboter reagiert feinfühlig auf Kontakt oder Berührung – und wird dadurch einsetzbar nicht für Aufgaben in der Industrie, sondern auch in der Unterstützung älterer, kranker oder behinderter Menschen. Bisher war im direkten Kontakt mit Menschen die Gefahr der Verletzung durch Roboter groß, wenn sie nicht auf Berührung reagierten.

Haddadin war bisher Direktor am Institut für Regelungstechnik der Leibniz Universität Hannover. Seine ebenfalls ausgezeichneten Partner kommen vom Münchner Technologieunternehmen Franka Emika.

Der international anerkannte Wissenschaftler folgt zum 1. April 2018 dem Ruf der TUM auf den Lehrstuhl für Roboterwissenschaften und Systemintelligenz. «Professor Haddadin ist eine Schlüsselberufung in der Gesamtstrategie der TUM», sagte TUM-Präsident Wolfgang Herrmann am Donnerstag. Haddadin werde das neue Integrative Forschungszentrum «Munich School of Robotics and Machine Intelligence» aufbauen.