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1860 München distanziert sich von rechtsradikalen Fans

München (dpa) – Nach einem Vorfall beim ersten Heimspiel der 3. Liga hat sich 1860 München von rechtsradikalen Fußballfans distanziert. Am Samstag war ein in der Szene bekannter Anhänger von Sicherheitskräften und der Polizei aus dem Grünwalder Stadion gebracht worden, nachdem er auf einen Zaun gestiegen war und eine Tätowierung einer verbotenen Neonazi-Organisation gezeigt hatte. «Löwen»-Geschäftsführer Michael Scharold sagte am Dienstag in einer Mitteilung: «Vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte sehen wir es als Verpflichtung, uns klar gegen Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz zu positionieren.»

Zugleich aber wies er darauf hin, dass ein zur Schau gestelltes Tattoo rechtlich nicht für ein Stadionverbot reicht. «Im Rahmen unseres Hausrechts werden wir aber alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergreifen, um Personen mit solchen Haltungen keine Plattform zu geben», teilte Scharold mit.