Köllner fordert «starkes Sechzig München» um Bär

Michael Köllner stand mit einem Mikrophon vor den euphorischen «Löwen»-Fans und sprach ihnen nach dem Knaller-Spiel des TSV 1860 beim furiosen Saisonauskang aus dem Herzen. «Wir brauchen nächstes Jahr ein starkes Sechzig München», rief der 1860-Trainer und sorgte damit nach dem 6:3 (2:2) gegen Borussia Dortmund II für Jubel. Zuvor hatte das Team um Torschützenkönig Marcel Bär die Zuschauer im ausverkauften Grünwalder Stadion in Festtagsstimmung versetzt.

Nach dem verpassten Aufstieg konnte am letzten Spieltag der 3. Fußball-Liga Platz vier behauptet werden. Damit wurde das lukrative DFB-Pokal-Ticket gelöst. Für Köllner ist wiederum ein starker Kader die Voraussetzung, um seinen bis 2023 laufenden Vertrag zu erfüllen.

Seine Ambitionen formulierte er klar: «Wir wollen eine Mannschaft in der kommenden Saison an den Start bringen, mit der wir um den Aufstieg mitspielen können.» Sollte es so kommen, «dann sicherlich auch mit Michael Köllner», sagte Köllner am Samstag.

Die zusätzlichen Einnahmen im DFB-Pokal könnten den nötigen Umbruch etwas erleichtern. Geschäftsführer Günther Gorenzel äußerte sich bei Magentasport gelassen zur Zukunft von Köllner: «Für mich gibt es keine Zweifel an der Personalie.»

Umjubelter Spieler war beim rasanten Tore-Festival gegen die Dortmunder Angreifer Bär, der zweimal traf und mit 21 Toren die Nachfolge von Ex-«Löwe» Sascha Mölders als Drittliga-Torschützenkönig antrat. «Es war mein Ziel. Ich nehme das Ding gerne mit», sagte der 29-jährige Bär. «Es war eine Marcel-Bär-Show», sagte Köllner.

Stefan Lex, Merveille Biankadi, Yannick Deichmann und Sören Dressel trafen neben Bär. Für den BVB waren Antonios Papadopoulos, Justin Njinmah und Haymenn Bah-Traore erfolgreich. «Wir haben die Vorfreude auf die kommende Saison und auf den DFB-Pokal geweckt», resümierte Köllner. 2023 soll dann die Rückkehr in die 2. Liga gefeiert werden.