Fall Peggy: Staatsanwaltschaft prüft immer noch Beschwerde gegen Freilassung der Tatverdächtigen

Im Fall der ermordeten Peggy Knobloch prüft die Staatsanwaltschaft noch, ob sie Beschwerde gegen die Freilassung des Tatverdächtigen einlegen wird.
„Voraussichtlich werden wir das tun, aber es gibt noch keine endgültige Entscheidung“, sagte Oberstaatsanwalt Herbert Potzel.

Der 41 Jahre alte Tatverdächtige, Manuel S. aus Marktleuthen, war an Heiligabend nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bayreuth freigelassen worden. Sein Anwalt hatte Haftbeschwerde eingelegt, weil die Ermittler S. zehn Stunden lang ohne Beisein eines Anwaltes befragt haben sollen.

Das Amtsgericht hat einen dringenden Tatverdacht gegen den 41-Jährigen verneint, unter anderem, weil er sein Teilgeständnis widerrufen hatte und dieses nun nicht mehr gegen ihn verwendet werden kann.
Polizei und Staatsanwaltschaft weisen darauf hin, dass die Vernehmung des Verdächtigen im September auf Video aufgezeichnet worden sei. Der Beschuldigte habe dabei durchgehend die Möglichkeit gehabt, einen Verteidiger zu kontaktieren. Dieses Recht habe er nicht wahrgenommen.