Aufklärung geht weiter: IFGO Kulmbach im Fokus bei der Handwerkskammer

In der Betrugsaffäre um die Handwerkskammer für Oberfranken und ihre ehemalige Steuerberatungsgesellschaft GTO steht jetzt auch eine Kulmbacher Kammertochter im Fokus der Aufklärungsarbeit. Beim Institut für Gewerbeförderung Oberfranken, kurz IFGO , soll es ungeklärte Zahlungsströme zwischen HWK und IFGO gegeben haben. Es besteht wohl der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten. Ob die strafrechtlich relevante sind, soll geprüft werden.

Bis 2014 seien jährlich 18.000 Euro an Repräsentationskosten nach Kulmbach geflossen, das hätten interne Überprüfungen ergeben, heißt es in einer Mitteilung der Kammer.

Der bisherige Beirat der IFGO war ähnlich besetzt wie der der GTO. Ex-HWK-Geschäftsführer Eggers saß darin, Ex-HWK-Präsident Zimmer und der Bayreuther Kreishandwerksmeister Peter Engelbrecht. Hauptgeschäftsführer Koller, von dem sich die HWK jüngst wegen des GTO-Skandals teuer getrennt hatte, fungiert in Kulmbach bei der IFGO als Geschäftsführer.

Bis 2019 hatten die Beiratsmitglieder 3.000 Euro pro Jahr, der Beiratsvorsitzende jährlich 6.000 Euro, erhalten, die meiste Zeit für genau eine Sitzung im Jahr. Das soll jetzt aufgearbeitet werden.

Wegen der GTO ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen Ex-Hauptgeschäftsführer Eggers, die Kammer prüft eine erweiterte Anzeige gegen ihn. Hauptgeschäftsführer Bernd Sauer kündigt an, man wolle die IFGO in Kulmbach modern und zukunftssicher aufstellen, einen festen Beirat solle es nicht mehr geben.