© Sven Hoppe

Aigner: Holocaust-Gedenktag mit Tschechien und Österreich

München/Prag (dpa/lby) – Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat für 2020 einen grenzüberschreitenden Holocaust-Gedenktag von Bayern, Tschechien und Österreich in Passau vorgeschlagen. Dies wäre 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ein klares Zeichen gegen das Vergessen und wiederaufflammenden Rassismus, sagte sie am Dienstag bei ihrer Ansprache im tschechischen Abgeordnetenhaus in Prag. Aigner ist seit Montag gemeinsam mit dem Präsidium des bayerischen Landtags in Prag zu Gast.

Schon 2017 habe man mit dem gemeinsamen Holocaust-Gedenkakt einen Meilenstein gesetzt. «Das war ein historischer Moment. Für diese Geste, für Ihre ausgestreckte Hand waren und sind wir Ihnen von Herzen dankbar. Nun wollen wir daran anknüpfen und mit dem geplanten trinationalen Gedenkakt – gemeinsam mit unseren österreichischen Freunden – im kommenden Jahr 2020 noch einen Schritt weitergehen», betonte Aigner. Die Gedenkfeier könne zum Symbol für die enge und gute Verbundenheit werden.

Der bayerische Landtag veranstaltet jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten einen Festakt anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieser wird international am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, am 27. Januar begangen.