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Aktion gegen Menschenhandel: 25 Verdachtsfälle in Bayern

München (dpa/lby) – Bei einer Aktion gegen Menschenhandel und Ausbeutung durch Arbeit haben Polizei und Zollbeamte in Bayern 25 mögliche Opfer gefunden. Insgesamt seien 1540 Menschen kontrolliert worden, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) am Dienstag. «Nun wird ermittelt, was an diesen Anfangsverdachten dran ist.» Die Kontrollen in Bayern waren Teil einer von Europol koordinierten Aktion in 19 europäische Staaten.

In Deutschland nahmen sich die Ermittler in zwölf Bundesländern vom 14. bis 20. September schwerpunktmäßig unter anderem Nagelstudios, Kosmetiksalons, Gaststätten, die Personenschifffahrt sowie das Transportgewerbe und Baustellen vor.

Deutschlandweit wurden laut Bundeskriminalamt knapp 3300 Menschen kontrolliert – in mindestens 36 Fällen hätten sich Hinweise auf Menschenhandel oder Ausbeutung durch Arbeit ergeben. Dass davon ein Großteil auf Bayern entfällt, erklärte der BLKA-Sprecher damit, dass die Beamten im Freistaat mit 41 Dienststellen im Einsatz gewesen seien: «Wir hatten mit Abstand die größte Kontrolldichte.»