Aktivisten wegen Straßenblockade zu Geldstrafen verurteilt

Sieben Klima-Aktivisten sind vom Amtsgericht Kempten wegen einer Straßenblockade zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Richterin habe die vorherigen Strafen aus einem Strafbefehl weitgehend bestätigt, sagte ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag. Zunächst hatte die «Allgäuer Zeitung» über das bereits am Mittwoch verkündete Urteil berichtet.

Die sieben Männer und Frauen waren wegen Nötigung angeklagt worden. Sie sollen im Mai 2022 den Verkehr auf der Bundesstraße 12 in Kempten lahmgelegt haben, einzelne Teilnehmer hatten sich nach Angaben der Ermittler auf die Straße geklebt. Das Amtsgericht hatte wegen der Aktion zuerst Strafbefehle gegen die Beschuldigten erlassen. Da die Aktivisten dagegen Einspruch eingelegt hatten, musste noch einmal in einem Prozess über die Vorwürfe verhandelt werden.

Die Gruppe Letzte Generation, die solche Straßenblockaden bundesweit immer wieder macht, hatte aus Anlass des Prozesses eine Mahnwache für die Angeklagten vor dem Gericht organisiert. Zu der Versammlung waren mehrere Dutzend Demonstranten gekommen.