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Akuter Sanierungsbedarf bei 156 Staatsstraßen-Brücken

München (dpa/lby) – Bei 156 Brücken von bayerischen Staatsstraßen besteht akuter Sanierungsbedarf. Wie aus einer Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ans Verkehrsministerium hervorgeht, müssen zwölf der Bauwerke wegen ihres besonders schlechten Zustands vordringlich erneuert werden. Kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürftig sind demnach rund 35 Prozent der 5368 Staatsstraßen-Brücken in Bayern.

Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Inge Aures, kritisierte am Dienstag, die Staatsregierung gehe «völlig unverantwortlich» mit der bayerischen Infrastruktur um. Von den zwölf Brücken in besonders schlechtem Zustand würden gerade einmal zwei derzeit saniert, bei sechs weiteren sei die Erneuerung geplant. Das sei «nicht nur ein Sicherheitsrisiko», sondern «auch eine verschleppte Staatsverschuldung», sagte Aures.

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) wies die Kritik zurück: «Alle Straßen und Brücken in Bayern sind sicher.» Im vergangenen Jahr habe die Staatsregierung 350 Millionen Euro in Staatsstraßen und Brücken investiert, davon 200 Millionen Euro in die Erhaltung. Keine einzige Brücke sei einsturzgefährdet, teilte das Verkehrsministerium mit. Autofahrern dennoch ein mulmiges Gefühl einzureden sei «verantwortungslos», sagte Schreyer.