Allianz-Chef Oliver Bäte spricht bei einer Digitalkonferenz., © Thomas Banneyer/dpa/Archivbild

Allianz-Chef wittert Chance in Vermögensverwaltung in China

Allianz-Chef Oliver Bäte sieht in der Vermögensverwaltung für Kunden in China eine große Chance für sein Unternehmen. Chinesische Investoren müssten ihre Geldanlagen diversifizieren, sagte der Chef des deutschen Versicherungskonzerns dem Sender Bloomberg TV am Rande einer Veranstaltung in Singapur. «Ich denke, wir können hier einen großen Beitrag leisten.» Schon im Oktober hatte sich der Manager gegenüber Medien positiv zu Chinas Zukunft geäußert. In anderen Branchen und in der deutschen Politik wird derzeit intensiv über die Abhängigkeit der hiesigen Wirtschaft von China diskutiert.

Die Allianz ist im Fondsgeschäft mit seinen Töchtern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) aktiv. In China darf der Dax-Konzern als erstes ausländisches Unternehmen einen örtlichen Versicherer im Vollbesitz betreiben. Das Management sieht China laut früheren Angaben auf dem besten Weg, der größte Versicherungsmarkt der Welt zu werden und hat bereits angekündigt, die Entwicklung für den Ausbau seines dortigen Geschäfts zu nutzen. China hatte seine Öffnung für ausländische Investoren in diesem Bereich im Jahr 2019 angekündigt.

Bäte hat in China auch die private Altersversorgung im Auge. «Deutschland hat ein kosteneffizientes Betriebsrentensystem, und wenn China uns Zugang zu einem ähnlichen System gewährt, sind wir daran interessiert», sagte er. «Das betriebliche Rentensystem spart Kosten für die Arbeitnehmer.»